ISM - Individuelle Sondermaßnahmen

Die individuelle Sondermaßnahme richtet sich an Mädchen und junge Frauen ab 16 Jahren, die einen intensiven und eng strukturierten Rahmen im Einzelsetting benötigen, um Fähigkeiten zur Verselbständigung und soziale Kompetenzen zu erwerben.

Die Arbeit innerhalb dieses Rahmens sieht im Besonderen die Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit vor und kann in diesem Sinne (einrichtungsintern) der nächste Schritt zur Rehabilitierung und Wiedereingliederung, nach Absolvieren einer intensivpädagogischen Maßnahme in einer Gruppe, in ein autonom zu führendes Lebensfeld sein.

Ansprechen wollen wir Mädchen deren Gruppenfähigkeit eher schwach ausgeprägt ist und die einen hohen Bedarfhaben oder ein hohes Maß an Struktur und Betreuung benötigen.

Individuelle Sondermaßnahmen verstehen sich als ein auf das Mädchen / junge Frau abgestimmtes, strukturiertes Angebot welches sowohl inhaltlich, als auch methodisch einem geplanten Ablauf folgt.

Transparenz und Planungssicherheit nach innen und außen stehen hierbei im Mittelpunkt des Hilfeangebotes.

Hauptziel ist, den Mädchen Basiskompetenzen zur Verselbständigung zu vermitteln sowie den bestehenden Berufs- und Ausbildungsprozess zu sichern und zu begleiten.

Die Betreuungsmodule verstehen sich in Verbindung mit einer festgelegten Wochenstruktur und der kontinuierlichen Reflexion der Ziele und Inhalte als das Kernstück der Sondermaßnahme.

Besonders Mädchen mit starken Gefühlsschwankungen und ständig wechselnden Stimmungslagen sollen durch die verbindliche Struktur befähigt werden den Anforderungen des Alltags, insbesondere in Verbindung mit Schule und Beruf, gerecht zu werden. 

Inhalt und Umfang der Erziehungsaufgaben orientieren sich am individuellen Bedarf der Mädchen. Wesentlicher Bestandteil ist der Aufbau einer professionellen, am Hilfeziel orientierten Beziehung zwischen den Mädchen und den pädagogischen MitarbeiterInnen. Diese Form der Beziehungsarbeit beinhaltet Struktur und Eigenverantwortlichkeit, Spiegeln von Eigenverantwortung, sowie Transparenz und Mitwirkung bei Entscheidungen. Die aktive und auf Eigenverantwortung basierende Mitarbeit des Mädchens steht im Mittelpunkt

  • eng strukturierte und transparente Alltagsgestaltung nach Plan
  • am Ergebnis orientierte Reflexion und Planung mit den Mädchen
  • individuelle Modulbetreuung zur Vermittlung von Basiskompetenzen zur Verselbständigung
  • intensive Begleitung
  • Vernetzung und Intensivierung der pädagogischen, therapeutischen Angebote