Familienanaloge Angebote: Im Ausland

"il sentiero" in Ligurien/ Norditalien

Die Projektfamilien unseres Kooperationspartners leben und arbeiten im Hinterland der ligurischen Küste in Italien. Ligurien verfügt über eine gute Infrastruktur und ist durch Verkehrs- und Kommunikationsmittel für Angehörige und deutsche Behörden zuverlässig und kostengünstig zu erreichen (Flughäfen Nizza oder Genua ca. 100 km entfernt).

Es stehen ausgewählte Betreuungsstellen zur Verfügung. Die Betreuungspersonen leben seit vielen Jahren in Italien, sind in das italienische Leben integriert, der italienischen Sprache mächtig und sowohl untereinander als auch mit allen wichtigen italienischen Behörden vernetzt. Die MitarbeiterInnen sind deutsche pädagogische Fachkräfte und/oder verfügen über mehrjährige Erfahrung in der Betreuungsarbeit unserer ISE – Maßnahme in Italien. Der Betreuungsschlüssel jeder Projektstelle beträgt grundsätzlich 1:1. Kontakt der Mädchen untereinander wird nicht gefördert, um einen Neuanfang und ein ungestörtes „Sich Einlassen“ in das Projektleben zu ermöglichen.

Die Projektleitung von "il sentiero" unterstützt die Projektfamilien und stellt die fachlichen Standards durch kontinuierliche Beratung und Kontrolle sicher.

Das Konsultationsverfahren wird in Zusammenarbeit mit den zuständigen sozialen Diensten vor Ort über das Familien- und Jugendgericht in Genua durchgeführt. Alle Mädchen und MitarbeiterInnen sind bei den Kommunen vor Ort gemeldet.

Die medizinische und zahnmedizinische Versorgung in Ligurien entspricht europäischem Standard und ist durch eine Auslandskrankenversicherung für jedes Mädchen zusätzlich abgesichert.

Das Angebot richtet sich an Mädchen,

  • die durch konventionelle Angebote im Inland nicht mehr erreicht werden.

Durch das Leben in einer anderen Kultur und der damit verbundenen sprachlichen Barriere erleben die Mädchen die Möglichkeiten und Chancen, die eine exklusive Beziehung zum Betreuer bietet. Auch negative Rollenfixierungen fallen weg und die Mädchen können neu anfangen. Die den Kindern und Jugendlichen sehr positiv zugewandte Art der italienischen Bevölkerung, besonders in den ländlichen Gebieten, geben den Mädchen schnell das Gefühl des „angenommen Seins“.

Grundlage des Projektlebens ist ein eng strukturierter Tages- und Wochenplan, der die Individualität und die Bedürfnisse der Mädchen berücksichtigt. Dazu gehören u. a.

  • regelmäßiges und pünktliches Aufstehen
  • Schulunterricht
  • Erlernen hauswirtschaftlicher Tätigkeiten
  • Übernahme von Pflichten
  • Umgang mit Geld
  • aktive und sinnvolle Freizeitgestaltung

Die Mädchen können projektintern und individuell auf den Werkrealschulabschluss vorbereitet werden. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, eine staatliche italienische Schule zu besuchen, deren Abschluss europäisch anerkannt ist.

Das enge Zusammenleben und die Reizreduzierung im ländlichen Raum fordern die Mädchen zur Auseinandersetzung mit sich selbst und zur Entdeckung bisher nicht gekannter Ressourcen auf.

Die Mädchen haben in allen Projektstellen einen separat zugänglichen Wohnbereich mit eigenem Zimmer und Bad.

Eine ausführliche Projektbeschreibung von „Il Sentiero“ kann in der Niefernburg angefordert werden.